kill your darlings: Verena Roßbacher und Mona Leitner
„Autor_innen reden mit mir schon ganz früh über ihre Titelvorschläge – meistens bevor der ganze Text überhaupt da ist, bevor ich überhaupt weiß, ob es ein Science Fiction oder ein Familiendrama ist. Ich finde es interessant, dass das Kind anscheinend sofort einen Namen braucht und dann werde ich als Lektorin ganz gespannt gefragt, was ich von dem oder dem Titel halte. Ich sage dann oft erstmal irgendwas, denn ich weiß ja, das ändert sich sowieso alles noch ganz häufig.“ Die Vorarlberger Autorin Verena Roßbacher lacht laut auf und kommentiert die Aussage ihrer Lektorin Mona Leitner trocken: „Ach, Mona, das erklärt einiges! Schön, dass wir darüber geredet haben!“
Erfrischend ehrlich und in bester Laune geben Verena Roßbacher und ihre Lektorin Mona Leitner von Kiepenheuer&Witsch beim Auftakt zur Reihe kill your darlings einen ebenso lebendigen wie humorvollen Einblick in die Zusammenarbeit zwischen Autorin und Lektorin. Dabei diskutieren sie die Fragen, ab wann eine Lektorin in die Textarbeit involviert, was am Text verhandelbar ist und wie weit und an welchen Stellen die Lektorin Wünsche äußern darf oder aber Fragen an den Text stellen muss.
Die Superschnecke
Während für die Villa Iwan und Franziska Rosenthal in absehbarer Zeit die Sanierung beginnnt, entwickelt sie sich schon jetzt in kleinen Schritten zum künftigen Literaturhaus Vorarlberg. Der deutliche Baustellencharakter, der so manchen Blick hinter die Kulissen des Hauses gewährt, lädt dabei ganz authentisch dazu ein, weniger das fertige Buch, sondern vielmehr den Schreiprozess in den Fokus zu nehmen. Und wo könnte man dem Making Of eines Textes näher sein, als beim Lektorat?
Wir danken Mona Leitner und Verena Roßbacher sowie unserem Publikum von ganzem Herzen für diesen zauberhaften Auftakt des künftigen Literaturhauses Vorarlberg, der gleichzeitig der Beginn einer Reihe war, die von nun regelmäßig in der Villa Iwan und Franziska Rosenthal stattfinden wird.
Fortsetzung folgt…







