writers:class: Im Jungen Literaturlabor Zürich
„Ist das jetzt Zürich?“ fragt ein Schüler der writers:class, während sich der Bus, mit dem die Klasse am frühen Morgen in Feldkirch aufgebrochen ist, langsam seinen Weg durch den dichten Stadtverkehr der Schweizer Metropole sucht. Nach gut 1,5 Stunden Fahrt sind wir angekommen. An einem Ort, der ungewöhnlicher nicht sein könnte und doch so gut zu der Klasse 1a des Gymnasiums Schillerstraße passt. Seit Februrar 2018 ist die 1a Vorarlbergs erste writers:class und wird mit einem deutlichen Schwerpunkt auf dem Schreiben, dem Lesen und der Sprache geführt. Jeden Monat ist deshalb Autorin Andrea Gerster in der writers:class zu Besuch und lotet mit den Schülerinnen und Schülern lustvoll die Möglichkeiten aus, die das geschrieben Wort uns zum Ausdruck bietet.
Am Ende begeistert sich die writers:class aber noch mit ganzem Herz für das Lautgedicht. Aus erdachten Fantasielauten entstehen Klangedichte, die zum Teil so wunderbar erdacht werden, dass ganze Bilderwelten im Kopf der Zuhörerinnen und Zuhörer entstehen, obwohl kaum ein Wort in den Gedichten tatsächliche Bedeutung trägt.
Schreiben macht Spaß, ist aber auch anstrengend, erfordert Konzen-tration und viel Aufmerksamkeit. Auf dem Rückweg im Bus sind die Inhalte des Workshops erst einmal kein Thema mehr. Im Deutschunterricht bei Mag. Sylvia Heinzle werden sie dann aber noch einmal vorgeholt: die Lautgedichte und die Collagengedichte. Man kann sie nämlich nicht oft genug (vor)lesen!
Wir danken Gerda Wurzenberger für den herzlichen Empfang im Jungen Literaturlabor und dem Autor Roland Jurzcok für seinen lebendigen Workshop. Dadaismus – ab jetzt kein Fremdwort mehr für die writers:class!
Projektleitung
Mag. Sylvia Heinzle
Frauke Kühn









